So sehr die Fußballwelt nach der Weltmeisterschaft auch damit beschäftigt war, vom zuvor hofierten Oberschurken Gianni Infantino abzurücken, so engagiert wurde hierzulande gleichzeitig über die Konsequenzen aus dem deutschen Desaster gesprochen. Auch wenn der neue Bundestrainer mit einer Liste von 57 schon aktuellen oder baldigen Nationalspielern prahlte, herrscht bundesweit Einigkeit über intensiven Nachholbedarf in der Nachwuchsarbeit. Doch schon der erste Blick auf die Details zeigt, wie komplex eine Neuausrichtung daherkäme. Geht der deutsche Fußball den spanischen oder französischen Weg, fokussiert er sich aufs Passspiel oder Dribbling, setzt er künftig auf Kraft oder Spielwitz oder beides oder wie oder was oder wo? Unsere Reise durch deutsche Nachwuchsleistungszentren macht vor allem eines klar: Der Weg zu weltmeisterschaftlichem Nachwuchs führt nicht über Frankfurt und den DFB, sondern über die Klubs.